Südafrika
Hand in Hand
Die Methodistische Kirche im Südlichen Afrika (MSCA) und die Regierung des Landes Südafrikas arbeiten bei der Versorgung von chronisch kranken Menschen eng zusammen. Die EmK-Weltmission unterstützt diese Zusammenarbeit.
Menschen, die an HIV/Aids oder anderen chronischen Krankheiten leiden, werden alle sechs Monate ärztlich untersucht und erhalten anschließend Langzeit-Rezepte für die Zeit bis zur nächsten Kontrolle. Viele Gesundheitseinrichtungen sind überlastet, da es viele Menschen gibt, die für die Abholung ihrer Medikamente vorsprechen. Denn nur dort sind die Patienten registriert und erhalten die Medikamente zumeist kostenlos. Eine gute Beratung und Begleitung sind somit unmöglich.
Aufwändige Wege
Aber nicht nur die Auslastung ist ein Problem. Viele können sich die teure Anreise in die oft weit entfernten Kliniken nicht leisten. Hinzu kommt, dass sie an den Reisetagen nicht arbeiten können – ein typisches Problem bei der Versorgung von HIV/Aids-Kranken in vielen Ländern Afrikas.
Daher hat die südafrikanische Regierung ein entsprechendes Programm ins Leben gerufen. Externe Abholstellen bieten den Erkrankten einen einfachen und wohnortnahen Zugang zu ihren Dauermedikamenten.
Die Kirche hilft
Die MCSA unterstützt die Regierung, indem sie ihre Kirchen öffnet, damit Menschen mit den verschiedensten chronischen Erkrankungen dort behandelt und betreut werden können. Neben HIV/Aids sind es Diabetes, Bluthochdruck und Asthma, an denen die Menschen leiden.
Mit ihrer Initiative hat die MCSA diese Form der medizinischen Versorgung nicht nur wohnortnah, sondern auch gemeindenah organisiert. In der Eastern Cape Region werden sechs solcher externen Abholstellen betrieben, die allen Menschen offenstehen, nicht nur den Kirchengliedern.
Offene Türen für alle
Auf diese Weise erbringt die Kirche alle Dienstleistungen für das Regierungsprogramm. Sie nimmt die Medikamente entgegen, lagert sie und führt alle erforderlichen Patientenakten. Dabei hat sie den ganzen Menschen im Blick und begleitet ihn.
Unsere Finanzzusage
Nach Jahren großer Unsicherheit durch jährlich wechselnde Geldgeber unterstützt die EmK-Weltmission diese Arbeit seit 2026 mit jährlich 20.000 Euro. Darüber hinaus trägt sie die Kosten für die Gesundheitskoordinatorin, die diese Arbeit und viele andere Gesundheitsprogramme begleitet, in Höhe von 18.000 Euro. Kürzlich hat Thabisile Nomnganga diese Aufgabe übernommen. Missionssekretär Olav Schmidt konnte sie an ihrem ersten Arbeitstag im Missionsbüro der Kirche begrüßen und sich mit ihr über die Arbeit austauschen.
Projekt 5200