Unser Projekt in Simbabwe
Die methodistische Africa University in Simbabwe bildet junge Menschen aus ganz Afrika aus, damit sie das Gesicht des Kontinents verändern können. Unsere Unterstützung im Jahr 2025: 8.000 Euro
Über Simbabwe
Simbabwe, die ehemalige britische Kronkolonie Südrhodesien, ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Im Süden grenzt es an Südafrika, südwestlich an Botswana, nordwestlich an Sambia (ehemals Nordrhodesien) und östlich an Mosambik. 16,5 Millionen Einwohner leben auf 390.757 Quadratkilometer Land, das sind 42 Einwohner pro km². (zum Vergleich BRD: 83 Millionen Einwohner auf 357.588 km², 233 Einwohner pro km²). Im Index der menschlichen Entwicklung liegt Simbabwe mit 0,593 (von max. 1) auf Platz 146 (von 191) (zum Vergleich BRD: 0,942, Platz 9).
Die Missionstätigkeit begann 1897 in Mutare, in der Nähe zur mosambikanischen Grenze. Das Gelände der Old Mutare Mission wurde von Cecil Rhodes, einem Geschäftsmann und Verwalter der britischen Kolonie Rhodesien, zur Verfügung gestellt. In der Folge verbreitete sich die Kirche bald in den Dörfern. 1942 wurden die ersten afrikanischen Prediger ordiniert. Der Fokus auf richtige und angemessene Ausbildung führte dazu, dass die Kirche an einem umfassenden Programm zur Evangelisierung und Entwicklung des ländlichen Raums durch umfassende Bildungs-, Medizin- und Gesundheitsfürsorgeprogramme beteiligt war. Im weiteren Verlauf schickten die Bischöfe junge Männer und Frauen zum Studium in die Vereinigten Staaten, die nach ihrer Rückkehr in der Kirche und in der Gesellschaft Führungspositionen einnahmen. Als Höhepunkt dieser Afrikanisierung wurde Bischof Abel T. Muzorewa zum ersten afrikanischen Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Simbabwe gewählt. Schließlich wurde der Bischof zum ersten schwarzen Premierminister Simbabwes. Die Evangelisch-methodistische Kirche Simbabwe unterhält drei Krankenhäuser, mehrere Kliniken, zwei Krankenpflegeschulen, zahlreiche Grund- und Oberschulen (drei davon bieten Kurse auf Junior-College-Niveau an) und ein Lehrerkollegium. Alle Einrichtungen werden von Afrikanern betrieben, mit Ausnahme der Krankenhäuser, die in hohem Maße von Missionaren oder Ärzten aus dem Ausland abhängig sind.
Unsere Verbindung mit Simbabwe besteht in erster Linie durch die Africa University, die im Jahr 1992 in Old Mutare gegründet wurde. Inzwischen sind es rund 2.800 Studierende aus ganz Afrika, die an einer der zehn besten Universitäten Afrikas einen qualifizierten Studiengang belegen. Von Anfang an war die EmK Deutschland im Aufsichtsrat der Universität vertreten. Wir unterstützen seitdem die Arbeit mit jährlichen Zuwendungen, die in der Regel für Stipendien genutzt werden.
Berichte aus Simbabwe
Zukunft gestalten trotz Herausforderungen
Ein aktueller Blick von Pastor Dr. Holger Eschmann auf die Africa University: vom neuen Curriculum bis zur Solarstromversorgung.
622 Absolventen feiern Abschluss
11.06.2025 – Mehr als 600 Studierende aus 20 afrikanischen Ländern schlossen am 7. Juni ihr Studium an der Africa University in Simbabwe ab.