Unsere Projekte in Malawi
Unterstützung der EmK in Malawi bei der Gemeindeaufbauarbeit von Superintendent Daniel Mhone. Unsere Unterstützung im Jahr 2025: 35.600 Euro
Hilfe für Kinder, Jugendliche und Studenten, damit sie eine gute Schulausbildung erhalten und damit Perspektiven für die Zukunft haben. Unsere Unterstützung im Jahr 2025: 4.500 Euro
Über Malawi
Malawi liegt in Ostafrika und wird im Süden und Südwesten von Mosambik, im Norden und Nordwesten von Tansania und im Osten von Sambia begrenzt. Große Teile der östlichen Grenze liegen im 700 Kilometer langen Malawisee, der das Land mitprägt. Das Land hat 21 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 118.484 km². Das ergibt die relativ hohe Zahl von 192 Einwohner pro km² (zum Vergleich BRD: 83 Millionen Einwohner auf 357.588 km², 233 Einwohner pro km²). Im Index der menschlichen Entwicklung liegt Malawi mit 0,512 (von max. 1) auf Platz 169 (von 191) (zum Vergleich BRD: 0,942, Platz 9).
Die Evangelisch-methodistische Kirche in Malawi ist noch vergleichsweise jung. 1987 gab es erste Anfänge, in den 1990er Jahren gründeten sich einige Gemeinden und wurden erste Pastoren ausgebildet. Die EmK Malawi war lange eine Missionskonferenz und seit ein paar Jahren eine provisorische Jährliche Konferenz unter der Leitung des EmK-Bischofs in Simbabwe. Heute hat die Kirche etwa 10.000 Mitglieder, die in zwei Distrikten, 22 Bezirken und über 100 Gemeinden organisiert sind. Vor Ort geleitet wird die Kirche von einem Konferenz-Superintendenten sowie zwei Distrikts-Superintendenten. Die EmK in Malawi betreibt einige Kindergärten, Gesundheitszentren und Landwirtschaftsprojekte.
Die EmK in Malawi – eine wachsende Kirche
Das warme Herz Afrikas
Mit dem Slogan »Das warme Herz Afrikas« wirbt Malawi um Touristen. Dieses Land mit etwa 18 Millionen Einwohnern ist etwas größer als Bayern und Baden-Württemberg zusammen und besonders bekannt durch den drittgrößten See Afrikas, den Malawisee.
Auf dem Weg zu einer eigenen Jährlichen Konferenz
Die Generalkonferenz, das höchste Beschluss fassende Gremium der weltweiten EmK, hat im Mai 2008 die EmK in Malawi zur »Missionskonferenz« erklärt. In Malawi wurde diese Entscheidung mit großer Freude und Dankbarkeit aufgenommen, denn nach der Ordnung unserer Kirche bietet dieser Status einem Missionsgebiet die Perspektive, eine eigene Jährliche Konferenz zu werden. Schon im Jahr 2012 wurde Malawi zu einer »Provisorischen Jährlichen Konferenz«. Sie können sich vorstellen, dass eine solche Entwicklung bei nur vier ordinierten Pastoren im Land nur mit einer besonders starken aktiven Beteiligung der Laien an der Mission der Kirche möglich ist.
Unterstützung auf dem Weg
2008 trafen sich in der malawischen Hauptstadt Lilongwe Vertreterinnen und Vertreter der EmK aus den USA, Deutschland und Malawi zu einem runden Tisch. Ziel war es die Partner aus Übersee und die nationale Kirche ins Gespräch zu bringen, um gemeinsam Schwerpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit zu besprechen. Geleitet wurden die Gespräche von dem für Malawi zuständigen Bischof Eben Nhiwatiwa und der deutschen Bischöfin Rosemarie Wenner. Vier Prioritäten wurden gesetzt:
- Theologische Ausbildung und Schulung
- Hilfe beim Bau von Kirchen
- Armutsbekämpfung
- Gesundheitsvorsorge
Bischöfin Rosemarie Wenner schrieb damals: »Wozu braucht es Methodisten in Malawi? « Auf diese Frage erhielten wir beim Runden Tisch eine überzeugende Antwort: »Wir sind eine Kirche, die die geistlichen und sozialen Nöte der Menschen ernst nimmt. Wir haben eine demokratische Struktur. Bei uns arbeiten Laien und Pastoren zusammen, damit die Menschen in ihren Gemeinschaften besser leben können. « Es macht Freude, diese junge Kirche beim Aufbau zu begleiten.
So sendete die EmK Weltmission zunächst Inke Johannsen und Edgar Lüken nach Malawi. Inke Johannsen legte die Grundlagen für die organisatorische Entwicklung der Kirche und half beim Aufbau eines Modell-Kindergartens. Edgar Lüken kümmerte sich um den Bau der ersten drei Kindergartenkirchen. 2012 wurde dann Familie Schmiegel ausgesandt. Klaus Schmiegel entwickelte Basiskurse für die theologische Ausbildung der Pastoren und führte Trainings für Laien ein. Außerdem unterrichtete er am Theologischen Seminar in Zomba wo auch einige der Pastoren studieren.
2016 fand ein weiterer Runder Tisch statt und Olav Schmidt übernahm die Arbeit von Klaus Schmiegel. Seitdem wurden die Basiskurse für die Pastoren abgeschlossen und ein weiterführendes Fernstudienprogramm aufgebaut, welches den nationalen Standards für ein dreijähriges Diplom entspricht. Eine Laienpredigerausbildung ist ebenfalls in Vorbereitung.
Beim Runden Tisch wurde die Entwicklung eines strategischen Plans angestoßen, der die EmK in Malawi bis 2024 in den Status einer regulären Jährlichen Konferenz führen soll.
Olav Schmidt leitet diese strategische Entwicklungsplanung der Kirche, zu der auch die organisatorische Weiterentwicklung gehört.
Dabei wird die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner neu aufgestellt. Die EmK-Weltmission und die Missionsbehörde der internationalen EmK (GBGM) senden Missionare und fördern die Grundstruktur der kirchlichen Arbeit mit Zuschüssen zu Gehältern und Verwaltungskosten. Damit legen sie die personelle und finanzielle Grundlage für Projekte der Armutsbekämpfung und Gesundheitsvorsorge, während die Programmkosten dafür von verschiedenen Gemeinden in den USA getragen werden. Somit werden Kompetenzen gebündelt und Synergien genutzt.
Berichte aus Malawi
Krönender Abschluss nach über zehn Jahren
25.06.2024 – In Malawi konnte nach über zehn Jahre eine Fortbildungsmaßnahme für Pastorinnen und Pastoren abgeschlossen werden.
Unterstützen statt selber machen
26.06.2024 – Tabea und Noah sind als Freiwillige in Malawi.
Familie Schmidt auf der Zielgeraden
29.06.2023 – Auf dem Rückweg von Malawi nach Deutschland.
Neuausrichtung der gemeinsamen Arbeit
30.05.2023 – Es wurde gemeinsam beraten, wie die EmK in Malawi stärker und selbstständiger werden kann.
Teenager-Schwangerschaften vorbeugen
25.05.2023 – »Lydia und Markus« heißt das Programm der EmK Malawi mit dem Jugendlichen der Übergang in Erwachsenenalter erleichtert wird.
Schnell und unkompliziert
20.04.2023 – Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) in Malawi hilft den, durch Zyklon Freddy, obdachlos gewordenen Menschen.