Ein besonderes Dorf in Polen
Zum 17. Mal entstand in Zaborze ein ganz besonderes »Dorf im Dorf« mit 18 Tipis, damit über 400 Kinder eine vielseitige Ferienwoche erleben.
Vom 7. bis 12. Juli war es zum 17. Mal so weit: 405 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren sowie 180 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zogen in ihr besonderes Dorf, um gemeinsam eine sehr vielseitige Ferienwoche zu erleben. Zaborze liegt rund 180 Kilometer südlich der polnischen Hauptstadt Warschau.
Ehemalige Teilnehmer als Freiwillige
Viele der Helferinnen und Helfer hatten vor einigen Jahren selbst als Teilnehmende an diesem Camp teilgenommen. Nun war es ihr Anliegen, auch einer neuen Generation von Kindern diese wertvollen und unvergesslichen Erfahrungen zu ermöglichen. Unterstützt wurden sie von zwei Freiwilligenteams aus den USA und aus Nordirland sowie von weiteren Erwachsenen aus dem Umfeld der EmK-Gemeinde in Kielce, Polen.
Tolle Kulisse für die Ferienwoche
Das „Indian Village“ bestand aus 18 Tipis in Originalgröße. Hinzu kamen zehn Sanitärkabinen sowie ein großes Zelt, das Bereiche für die Verwaltung, Workshops, die Essensausgabe und ein Café für die Eltern umfasste. Die Kinder trafen sich tagsüber in 14 »Stämmen«, die jeweils von fünf Freiwilligen betreut wurden.
Programm orientiert sich an christlichen Tugenden
Von Montag bis Freitag wurden 14 Workshops angeboten, von denen jeder Stamm täglich drei besuchte. Die Auswahl reichte von Reiten und Bogenschießen über die Kultur der amerikanischen Ureinwohner, Basteln, Musik, Englisch und Gebärdensprache bis hin zu biblischen Geschichten. Die biblischen Geschichten griffen die sechs Tagesthemen Dankbarkeit, Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Hoffnung, Weisheit und Freude auf.
Den Einzelnen im Blick und alle gut versorgt
Jeder Stamm hatte sein eigenes Tipi, in dem er sich zu Bibelgeschichten, Legenden der amerikanischen Ureinwohner und zu einer Mahlzeit versammelte. Die Mahlzeiten bestanden aus zwei Sandwiches und einem Getränk. Am Samstag gab es Sportaktivitäten und einen Wettbewerb.
Besondere Bewahrung erfahren
Einen ganz besonderen Moment erlebten die Kinder sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als die Gegend von schweren Regenfällen heimgesucht wurde, das besondere Dorf aber verschont blieb. »Wir fühlten Gottes schützende Hand über uns«, sagte Bożena Daszuta, die Witwe des Gründers dieses Camps, Pastor Janusz Daszuta, dazu. Sie fügte hinzu: »Es war eine großartige Zeit – herzlichen Dank allen, die dieses besondere Dorf unterstützt und überhaupt erst ermöglicht haben.«
Nach einem Bericht von Bożena Daszuta, Kielce/Polen – Urs Schweizer, Zürich/Schweiz