Simbabwe
622 Absolventen feiern Abschluss
Mehr als 600 Studierende aus 20 afrikanischen Ländern schlossen am 7. Juni ihr Studium an der Africa University in Simbabwe ab. In einer Feierstunde wurden auch die jüngsten Absolventen von zwei Partnereinrichtungen vorgestellt.
In seiner Ansprache sagte Rektor Peter M. Mageto, dass die EmK-Universität nicht nur die Art und Weise neu definiert, wie Universitäten ihren jeweiligen Gesellschaften dienen. Darüber hinaus würden die jungen Menschen in zielgerichteter Forschung, Innovation und Unternehmen verankert. Mit 622 Absolventen, die sich den Alumni auf dem ganzen Kontinent anschließen, bleibt die Universität ihrem Mantra treu: „Leaders are made here“. (Wir bilden Führungskräfte heran).
Offen und bereit für Neues
»Als federführende Institution in Simbabwe arbeitet die AU Hand in Hand mit lokalen Universitäten, Berufsbildungseinrichtungen und Basisorganisationen, um mehr als 16.000 jungen Männern und Frauen – einschließlich Flüchtlingen und Menschen mit Behinderungen – das Rüstzeug zu geben, um einen integrativen und klimaresistenten Wandel in der Landwirtschaft und den Agrar- und Ernährungssystemen voranzutreiben«, sagte Mageto.
Mit der Gründung des Zentrums für Innovation, Unternehmertum und Kommerzialisierung verbindet sich die Forschung mit der Industrie und wandelt die Ideen der Studenten in lebensfähige Unternehmen um. »Durch dieses Zentrum will die AU bis 2027 über 30 Start-ups unterstützen und mehr als 300 Studenten in unternehmerischen Fähigkeiten ausbilden, was den Weg für mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze ebnen wird«, versprach der Rektor.
Der Absolventenjahrgang 2025, der zu 59 % aus Frauen besteht, war insofern einzigartig, als die Studenten ihr letztes Highschool-Jahr und ihr erstes College-Jahr im Rahmen der COVID-Pandemie absolvierten.
Erste Absolventen neuer Studiengänge
Während der Zeremonie wurden dem Senat die ersten zehn Absolventen des ersten Promotionsstudiengangs für Militärseelsorge auf dem afrikanischen Kontinent vorgestellt. Das Pilotprogramm wurde in Zusammenarbeit mit dem Wesley Theological Seminary in Washington, D.C., durchgeführt. Die zehn männlichen Seelsorger, die aus der Armee, der Luftwaffe, der Polizei und dem Strafvollzug in vier Ländern des südlichen Afrikas stammen, haben im Mai ihren Abschluss gemacht. Inzwischen wurde der Studiengang vom simbabwischen Rat für Hochschulbildung, der die Programme reguliert, registriert.
Die Partnerschaft der Hochschule mit der methodistischen Claflin University in South Carolina führte zu einer bahnbrechenden Errungenschaft, die ebenfalls dem Senat vorgestellt wurde: die ersten vier afrikanischen Studenten, die einen Master of Science in Biotechnologie mit Spezialisierung auf den Klimawandel erworben hat. Studenten aus Nigeria, Kenia, Mosambik und Simbabwe stehen jetzt an der Spitze der Klimaforschung, sagte Mageto.
Die AU ist ein Leuchtturm für Afrika
Die panafrikanische Universität verlieh Martha Kabaira Chikowore, einer Führungskraft der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) mit Sitz in der Schweiz, die Ehrendoktorwürde in Anerkennung ihrer grundlegenden Rolle bei der Einrichtung des Masterstudiengangs der AU im Jahr 2008. In ihrer Rede lobte sie: »Die Africa University ist nicht nur eine Institution – sie ist ein Leuchtturm. Ein Ort, an dem Ziel und Möglichkeit zusammentreffen. Ein Ort, der daran glaubt, eine bessere Zukunft aufzubauen, Stein für Stein, Student für Student, Idee für Idee«. Der Abschlussklasse 2025 gab sie mit auf den Weg: »Ich stehe heute hier, weil jemand eine Tür für mich geöffnet hat und ich den Mut hatte, hindurchzugehen. Mein Glaube hat mich dies gelehrt: Du gehörst dorthin, wo Gott dich hinstellt, und wenn er eine Tür öffnet, dann geh mutig hindurch.«
Universität für alle
Fanuel Tagwira, Staatssekretär im Ministerium für Hochschulbildung und ehemaliger Rektor der Africa University, sagte, die 31. Abschlussfeier sei der Beginn neuer Möglichkeiten für die Absolvent:innen und für den Kontinent insgesamt: »Die Regierung von Simbabwe ist weiterhin fest entschlossen, dafür zu sorgen, dass die Hochschulbildung kein Privileg für einige wenige ist, sondern ein Recht, das allen Simbabwern unabhängig von ihrer Herkunft oder Geographie zusteht«, sagte Tagwira.
Einrichtungen wie die Africa University sind wichtige Partner, wenn es darum geht, unterversorgten Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Jugendlichen in ländlichen Gebieten und Studierenden aus dem ganzen Kontinent Chancen zu eröffnen. So unterstrich Tagwira: »Ihre Bemühungen in Bereichen wie Klimaresilienz, Gesundheitswissenschaften, künstliche Intelligenz und Unternehmertum tragen direkt zu der Transformation bei, die wir uns als Nation vorstellen«.
Quelle: Artikel von Eveline Chikwanah, UM News
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Africa University Public Affairs Office.