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Südafrika

Tun wir uns zusammen!

Unsere Missionarin Annekathrin Buchold im Interview mit Line Würth.

Line: Du bist seit 2021 mit der EmK-Weltmission in Südafrika. Was ist der Kern deiner Aufgaben in Südafrika?

Annekathrin: Eigentlich ist es das Vernetzen und Zusammenbringen der Menschen und der sehr verschiedenen Musikstile. Mit Gottes Hilfe.

Line: Hast du das so erwartet?

Annekathrin: Als ich herkam, dachte ich, ich renne von einer Chorprobe zur anderen. So ist es aber nicht gekommen. Wir haben den einen Jugendchor. Die zeitintensivste Arbeit daran ist die Organisation und Logistik. Wie kriegen wir die Jugendlichen zum Probentag transportiert, wie bekommen sie etwas zu essen? Aufgrund der Entfernungen können wir uns nicht in der Woche abends treffen. Gerade hatten wir ein tolles »Tourneewochenende« nach Botswana, mit dem Jugendchor dort vor Ort. Wir haben uns kennengelernt, unsere Musik geteilt und auch gemeinsam gesungen. In Botswana wird dies als Auftaktveranstaltung gesehen. Dort möchten sie zu Multiplikatoren werden, umliegende Bezirke einbeziehen und motivieren. Das ist auch mein Ziel insgesamt!

Line: Menschen zu finden, die das eigene Anliegen teilen und weitergeben, das klingt total gut. Aber es ist eigentlich eher eine Lebensaufgabe als eine Aufgabe, die man als Missionarin in ein paar Jahren abarbeiten kann, oder?

Annekathrin: Allerdings! Deshalb suche ich so intensiv wie möglich nach Gleichgesinnten. Wir hatten vor kurzem ein Treffen des Netzwerkes Musik, an welchem ganz unterschiedliche Menschen aus Namibia, Botswana und Südafrika beteiligt waren. Gemeinsam haben wir eine Erklärung verfasst: Musik schafft Raum für Vielfalt! Wir brauchen Toleranz und Offenheit, damit Musik jeder Art in den christlichen Gemeinschaften geschult wird. Das spart eine Menge Energie, weil sich nicht jeder selbst um alles kümmern muss. Darüber hinaus wünschen wir uns, dass die verschiedenen Stile nicht für sich bleiben und isoliert gefördert werden. Sie sollen sich auch gegenseitig bereichern! Das verbindet und stärkt das Verständnis füreinander ebenso wie die Liebe zueinander.

Line:  Ein tolles Ziel! Ich wünsche dir, dass du dafür weiter Samen säen und Menschen begeistern kannst, die diese Vision teilen und fortführen, wenn du schon längst wieder in Deutschland bist. Apropos Deutschland: Dieses Jahr kommst du wieder vorbei! Erzähl mal von dem Projekt.

Annekathrin: Als wir 2024 mit einem Projektchor in Deutschland auf Tournee waren, haben wir einige Workshop-Konzerte gegeben. Es war bereichernd für uns und – den Rückmeldungen nach zu urteilen – auch für die Menschen vor Ort in Deutschland. Daraus hat sich ergeben, dass wir mit unserem HiSwa-Jugendchor zum Gospelkirchentag im Mai 2026 in Stuttgart eingeladen wurden!

Line: Eingeladen? Das heißt, ihr bekommt alles bezahlt?

Annekathrin: Nicht alles. Die Creative Kirche in Witten und die Vereinte Evangelische Mission in Wuppertal organisiert das Event und bezahlt Kost und Logis für fünf Tage. Unsere Chormitglieder stellen jeweils eigene Sammelaktionen auf die Beine, um die Flüge und Visa zu finanzieren. Darüber hinaus möchten wir ein paar Tage früher kommen. Mit dem Tübinger Gospelchor »Off Beat« geben wir ein gemeinsames Workshop-Konzert (save the
date: 26.04.2026!), wohnen für ein paar Tage bei den Gospelchor-Mitgliedern und lernen uns kennen.

Line: Wir freuen uns auf euch!

Wer den Chor unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen zu spenden!
Der Gospelkirchentag findet vom 1.– 3. Mai 2026 in Stuttgart statt: www.gospelkirchentag.de