Südafrika
Es tut sich was in Semonkong
»Gerettet!« war das Motto der Aktion »Kinder helfen Kindern« 2019 in Lesotho. Im Mittelpunkt stand das Kinderheim in Semonkong, das über weitere Fortschritte berichtet.
Seit der Sammlung sind einige Jahre vergangen. Gesundheitliche Probleme des Leitungspersonals haben die Umsetzung der Ziele verzögert. Doch in den letzten Monaten ist einiges geschafft worden.
Sicherheit
Eines der Ziele der Sammlung lautete: »Das Gelände muss umzäunt werden. Dann sind Spiel- und Landwirtschaftsbereiche sicher getrennt: nur die eigenen Tiere können dort weiden und die Kartoffelfelder bleiben geschützt.«
Da bisherige Zäune nicht stabil genug waren, wurde nun ein neuer Zaun gebaut, der die Häuser des Kinderheims sowie eine Gruppe von Cottages schützt. Es ist ein solider Stahlzaun, der nicht mehr von weidenden Tieren durchbrochen werden kann.
Um die landwirtschaftlich genutzten Flächen wurde ein weiterer Zaun mit haltbaren Stahlpfosten und einem scharfkantigen Stahlgeflecht gebaut, der ebenfalls frei herumlaufende Tiere abhält und den Nachbarn zeigt, wo die Ernte dem Kinderheim gehört.
Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist die nächtliche Beleuchtung. In Semonkong wird nämlich nachts von 22 Uhr bis 8 Uhr morgens der Strom abgestellt. Dann ist es stockdunkel auf dem Gelände. Deshalb wurden Laternen mit Solarbetrieb aufgestellt, sodass man zum Beispiel gefahrlos die Außentoiletten erreichen kann.
Landwirtschaft
Ein weiteres Ziel hieß: »Die Landwirtschaft muss für die Selbstversorgung weiter ausgebaut werden.«
Neben Hühnern gibt es jetzt auch Schweine, sodass es gelegentlich auch Fleisch geben kann. Jetzt, wo das Gelände umzäunt ist, können auch mehr Mais, Kartoffeln und Gemüse angebaut werden. Aber die Vegetationsperiode ist auf 2.200 Metern Höhe kurz. Darum müssen viele Pflanzen vorgezogen werden. Dafür war das bisherige Gewächshaus zu klein. Der Bauplatz für ein neues größeres Gewächshaus ist hergerichtet und alle Materialien sind vorbereitet. Demnächst kann mit dem Aufbau begonnen werden. Kürzere Wege zu den Feldern und eine Bewässerungsanlage werden die Arbeit erleichtern.
Baumaßnahmen
Auch einige Reparaturen und Baumaßnahmen sollten durch die Sammlung finanziert werden. Zum Beispiel gab es etliche Probleme im Wohnhaus der älteren Jungen. Inzwischen hat man entschieden, das Haus ganz aufzugeben. Die Jungs sind in das ehemalige Mitarbeitenden-Wohnhaus gezogen. Das frühere Krankenhaus, das durch einen Brand beschädigt wurde, soll als nächstes instandgesetzt werden. Da die tragende Bausubstanz gut erhalten ist, muss vor allem der Innenausbau erneuert werden. Dort werden in Zukunft die Mitarbeitenden wohnen. Dafür werden wir die nächsten Gelder bereitstellen. Von den Fortschritten werden wir weiterhin berichten.