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Sierra Leone

Mutmachende Entwicklungen

Konomusu ist eines der ältesten Berufsausbildungszentren der EmK in Sierra Leone. Und entwickelt sich immer weiter. Nun ist ein neuer Ausbildungszweig hinzugekommen.

Seit 2008 werden benachteiligte junge Frauen in den klassischen Handwerksberufen Schneiderei, Stickerei, Friseurhandwerk, Weberei, Batik und Seifensiederei ausgebildet. Der Bedarf an einer solchen Ausbildung ist ungebrochen und vielen jungen Menschen konnte bereits zu einem besseren Leben verholfen werden. Im Laufe der Jahre wurden mit europäischer Unterstützung bauliche Verbesserungen vorgenommen, darunter neue Werkstätten und eine Mehrzweckhalle zur eigenen Nutzung und Vermietung.

In jüngster Zeit haben die Friseurinnen endlich einen angemessenen »Salon« erhalten, ein kleiner Computerraum wurde eingerichtet und ausgestattet. Vieles wurde renoviert und instandgesetzt.

Neuer Ausbildungszweig begonnen

In diesem Jahr hat eine neue Abteilung »Gastronomie« seine Arbeit aufgenommen. Eine erste (sehr leckere) Zwischenprüfung hat bereits stattgefunden. Ein Gast- und Unterrichtsraum, eine Lehrküche, ein Lager mit Kühlmöglichkeit sowie ein kleines Büro können bald genutzt werden, die Vorfreude ist riesengroß. Nach der Rückkehr von Hans-Jochen Layer soll das relativ neue Missionarshaus als Übungs-Gästehaus in die Ausbildung dieser Abteilung integriert werden.

Herausforderungen bleiben

Trotz der vielen guten Nachrichten bleiben natürlich Herausforderungen: Der bauliche Unterhalt ist eine technische und finanzielle Daueraufgabe. Insbesondere die improvisierten Lösungen der Nachkriegszeit und die klimatischen Bedingungen fordern ihren Tribut. Inhaltlich muss die Ausbildung ständig modernisiert und angepasst werden, was immer wieder Flexibilität und Investitionen (z.B. Computertechnik) erfordert. Die Eigenständigkeit von Konomusu (auch in finanzieller Hinsicht) wird immer wichtiger und erfordert kreative Einkommensgenerierung. Die persönlichen Hintergründe der weiblichen Auszubildenden bleiben überwiegend schwierig. Mütter, die sitzengelassen wurden, Prostitution und Hunger sind leider an der Tagesordnung.

In festem Gottvertrauen und trotz aller Schwierigkeiten versuchen die Verantwortlichen und Mitarbeitenden von Konomusu ihren Weg in eine bessere Zukunft weiter zu gehen. Die Dankbarkeit und Freude über die Unterstützung aus Deutschland ist groß.

[Projektnummer 4408]

4408 | Ausbildung statt Prostitution

Sierra Leone

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