Liberia
Ein Ort, wo Fragen erlaubt sind
Seit gut 40 Jahren breitet sich HIV/Aids in Liberia aus. Ein großes Problem ist nach wie vor die Unwissenheit der Bevölkerung und die Verbreitung falscher Informationen. Die EmK in Liberia führt deshalb ein Aufklärungsprogramm für Jugendliche durch.
Neues Angebot für Gehörlose
Davon ausgenommen waren bisher die Gehörlosen. David Worlobah, Leiter der Programme für Hörbehinderte, schreibt dazu: »Unser Problem bestand darin, dass gehörlose Kinder in Liberia über Jahre hinweg keine Möglichkeit hatten, an Gesundheitserziehungs- oder -bildungsprogrammen teilzunehmen, was sie sehr anfällig für einen schlechten Gesundheitszustand macht. Deshalb baten wir 2023 die EmK-Weltmission um Unterstützung, um gehörlose Kinder so weit wie möglich in HIV/Aids-Aufklärungsprogramme einzubeziehen.
Gute Atmosphäre schafft Offenheit
Insgesamt werden nun acht Kurse pro Jahr durchgeführt. Die Regierung fördert die Schulungen, indem sie die Bezahlung der erfahrenen und qualifizierten HIV/Aids-Dozenten finanziert. Die Kurse werden in Gebieten angeboten, in denen die HIV-Rate besonders hoch ist. Die Teilnehmenden lernen, wie man sich ansteckt – und wie nicht. Alle dürfen wichtige medizinische Fragen stellen, vor allem die weiblichen Teilnehmerinnen.
Beeindruckt weiterhelfen
Die Unterrichtenden sind oft positiv beeindruckt von der Atmosphäre und Offenheit, die David Worlobah und Clarence Benson, Landeskoordinator der EmK-Weltmission, in ihren Schulungen schaffen. Ein Dozent war besonders davon angetan, dass auch Hörbehinderte an den Schulungen teilnehmen. Er beließ es daraufhin nicht bei der angefragten Thematik von HIV/Aids, sondern erweiterte das Programm aus eigenem Antrieb und klärte über die Risiken von Malaria auf. Dies zeigt eindrucksvoll, wie gut diese Angebote nicht nur bei den jungen Menschen, sondern auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.
[Projektnummer 4743 und 4746]
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