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Liberia

Berufliche Bildung ist nicht alles

Seit 2004 gibt es die Berufsbildungszentren für ehemalige Kindersoldaten und betroffene Mädchen. In Buchanan das Zentrum »Eine hellere Zukunft für Kinder« (BFC) und im knapp zwei Stunden entfernten Kakata das Zentrum »Neue Perspektiven für Mädchen« (CESPRO). Clarence Benson, der Leiter der Einrichtungen seit 2013, berichtet:

Unser Ziel: Eine hellere Zukunft für Kinder, die eine dunkle Vergangenheit haben, neue Perspektiven für junge Mädchen. Die beiden Zentren wurden im Jahr 2004 gegründet, um bedürftigen und hoffnungslosen jungen Männern und Frauen nach dem liberianischen Bürgerkrieg (1989-2003) Hoffnung zu geben. Seitdem hat das Programm seinen Zweck und das Ziel, für das es ins Leben gerufen wurde, gut erfüllen können. Allerdings ist der Bedarf viel größer als das Angebot.

Ziel erreicht

Bei der letzten Abschlussfeier haben fünfundneunzig (95) Auszubildende in verschiedenen Disziplinen ihren Abschluss gemacht. Das zeigt, wie gut die Ausbildung verlaufen ist. Prominente Persönlichkeiten aus der öffentlichen Verwaltung nahmen an der Veranstaltung teil. Sie dankten für die großartige Arbeit, die die Kirche und ihre Partner für die Menschen in Liberia leisten.

Neue Konzepte

Während des Berichtszeitraums haben wir acht regelmäßige HIV/AIDS-Workshops durchgeführt. In der Vergangenheit haben wir diese Workshops in Kirchengemeinden angeboten. Jetzt nehmen wir mit den HIV/Aids-Workshops die weiterführenden Schulen in den Blick – staatliche, solche der EmK und der Baptisten. Mehr als 400 Jugendliche konnten wir so erreichen.

Neu ist, dass wir nicht nur über HIV/Aids sprechen, über Prävention, Stigmatisierung und Praktiken, die die Verbreitung von HIV/Aids beeinflussen, sondern neuerdings auch über Drogen und Drogenmissbrauch. Denn leider kam es vor, dass Schüler verhaftet wurden, weil sie in ihren Schultaschen Drogen mit in die Schule gebracht hatten. Wir hoffen das Projekt nicht nur in Buchanan fortzuführen, sondern auch auf andere Regionen und Schulen ausweiten zu können.

Auf eigenen Füßen stehen

Mehr und mehr möchten wir die Mittel für diese Programme selbst aufbringen. Dazu betreiben wir unter anderem eine Farm, die viel Wert auf nachhaltige Landwirtschaft setzt. Das Gelände ist 300 Hektar und hat fünf Mitarbeitende.

Im letzten Jahr haben wir mehr als 1.500 Kakaosetzlinge angezüchtet. Bis zum Sommer 2025 sollen es rund 4.000 Kakaosetzlinge werden.

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