Kenia
Hoffnung für HIV-Infizierte
Seit vielen Jahren kümmert sich das Maua Methodist Hospital (MMH), im Nordosten Kenias gelegen, um Menschen, die an HIV erkrankt sind. Die EmK-Weltmission unterstützt die Arbeit mit Spenden aus dem Ziegler-Aids-Fonds.
Das Engagement des Krankenhauses ist beeindruckend: Bis Mitte des Jahres wurden im MMH mehr als 2550 an HIV/Aids Erkrankte behandelt. Damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet, wurden 323 junge Frauen über Möglichkeiten zur Prä-Expositions-Prophylaxe informiert. Werden diese Medikamente zur richtigen Zeit eingenommen, wird die Übertragung verhindert. Damit aber nicht genug: HIV-positive Frauen haben ein sechsfach höheres Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Deshalb wurden 802 Tests auf diese lebensbedrohliche Krankheit durchgeführt, um sie rechtzeitig behandeln zu können.
Nicht immer gelingt es, alle Krankheiten zu heilen, aber auch in ihren letzten Lebenstagen behalten diese Menschen ihre Würde: 61 Patientinnen und Patienten wurden palliativ versorgt. Das Maua Hospital kümmert sich dann um die Hinterbliebenen.
Gemüsegarten als zentrale Hilfe
Die neue Leiterin des HIV-Programmes ist Dr. Ann Njambi. Ihr zur Seite stehen vier Personen, die Patienten zu Hause besuchen und beraten sowie im Krankenhaus erste Anleitung geben.
Ein wichtiges Element dabei sind die Anlage und Betreuung von Gemüsegärten, die den Patienten eine bessere Ernährung ermöglichen. Auf dem Gelände des Krankenhauses ist ein Gemüsegarten eingerichtet, um die Patienten vor Ort informieren zu können.
Schwierige familiäre Verhältnisse
Dieses Dreijährige Kind, wir nennen ihn Sam, trägt den HI-Virus in sich. Sein Vater starb, als er noch ein Baby war, seine Mutter war nicht in der Lage, ihn aufzuziehen. Darum lebt er zusammen mit einem 14-jähringen Onkel beim Großvater, der 60 Jahre alt ist.
Der Opa lebt von Gelegenheitsjobs und kommt gerade so über die Runden. Deshalb hat das Team vom Maua Krankenhaus bei ihm einen Gemüsegarten eingerichtet. Der Gemüsegarten war eine Erleichterung für die Familie, da sie eine stabile Gemüsequelle haben und so Opas Ausgaben reduzieren konnten.
Mit Hilfe des Teams hat der Opa von Sam den Gemüsegarten so gut im Griff, dass er inzwischen Gemüse an Nachbarn verkaufen kann, um das Einkommen aufzubessern. Der Familie geht es durch die Hilfe des Teams viel besser!
Herzlichen Dank für alle Unterstützung dieses wichtigen Programms, dass wir mit Spenden aus dem Ziegler-Aids-Fonds unterstützen. Hierdurch werden Kindern bessere Lebensmöglichkeiten und eine aussichtsreiche Zukunft ermöglicht.