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Kenia

Eindrucksvolle Schulparty

Die Kinder der methodistischen Schule im Dorf Athiru Gaiti sind vor Freude ganz aufgeregt: Die Schule hat einen Bus bekommen.

Vor über 12 Jahren hatte Stanley Gitari die Vision, im Dorf Athiru Gaiti (ca. 10 Kilometer von Maua, Kenia, entfernt) neben der bestehenden Methodistischen Kirche eine Schule zu gründen. Gerade benachteiligten Kindern sollte dort eine bessere Bildung ermöglicht werden. Aus bescheidenen Anfängen mit 20 Schülern ist daraus inzwischen eine beachtliche Schule geworden: Über 100 benachteiligte Kinder werden unter insgesamt fast 1.000 Schülerinnen und Schülern unterrichtet.

Ende Juli war nun die Aufregung groß. Ein großes Fest stand an, denn die Schule hat einen Schulbus bekommen. Damit können nun auch Schülerinnen und Schüler aus weiter entfernten Dörfern abgeholt werden und müssen nicht mehr viele Kilometer zu Fuß gehen. Nun sind auch Klassenfahrten und Ausflüge möglich.

Schon bei der Anfahrt überraschten uns viele Kinder, die etwa zwei Kilometer vor der Schule tanzend und laut singend auf den Bus warteten. Dann ging es langsam, aber sehr fröhlich die letzten zweitausend Meter bis zur Schule, die mittlerweile 15 Klassenräume ihr Eigen nennt. Mit vielen tollen Vorführungen der Schüler, Gesang, einer Predigt des Bischofs und einigen Reden der Ehrengäste wurde der Bus »in Empfang genommen«. Da wir die einzigen »Weißen« unter den Gästen waren, wurden wir noch lange von vielen neugierigen und begeisterten Schülern umringt.

Die Schulgebäude der Methodist Church of Kenya Clark Academy, wie die Schule offiziell heißt, wurden zu einem großen Teil durch Spenden von Ed Clark, einem Methodisten aus den USA, finanziert. Stanley Gitari ist heute Vorsitzender des Schulbeirats, aber immer noch die treibende Kraft hinter dem Ausbau der Schule. Seit zwölf Jahren unterstützt die EmK Weltmission Kinder aus benachteiligten Familien beim Schulbesuch, indem sie die Kosten für Schulgeld, Schulmaterial und Schuluniform übernimmt.

Viele der Schüler kommen aus Haushalten, in denen mindestens ein Elternteil an Aids gestorben ist oder HIV-positiv lebt und deshalb nur eingeschränkte Arbeitsmöglichkeiten hat. Inzwischen werden auch viele Kinder gefördert, die selbst HIV-positiv sind. Wie zum Beispiel die 12-jährige Tracey, die sich bei ihrer alleinerziehenden Mutter angesteckt hat. Dass Tracey HIV-positiv ist, wissen nur wenige Menschen in der Schule, nicht aber ihre Mitschüler, um sie vor dem immer noch großen Misstrauen und der Stigmatisierung zu schützen, die viele Menschen HIV-Positiven gegenüber noch immer haben.

Lange Zeit lebte Tracey mit ihrer Mutter in einer Wellblechhütte, dank der Hilfe der Clark Academy wohnen sie jetzt in einem kleinen Haus. Ihr Leben und ihre Zukunftschancen haben sich durch den Schulbesuch enorm verbessert! Tracey ist nur eines von rund 100 Kindern, denen auf ähnliche Weise durch die Unterstützung der EmK-Weltmission eine andere Zukunft eröffnet wurde. Und die in dieser methodistischen Schule auch etwas vom Glauben und seiner positiven Botschaft vermittelt bekommen. Meine Frau und ich waren deshalb sehr begeistert von diesem Besuch, den wir im Rahmen einer Urlaubsreise machen konnten. Danke an alle Spender, besonders an den Ziegler-Aids-Fonds, der diese Unterstützung ermöglicht.

Frank und Gabi Aichele

Projektnummer 5128 | Athiru Gaiti: Hilfe für die Kleinen