Ghana
Junge Frauen beten und arbeiten
Im Berufsbildungsprojekt in Tamale, Ghana, haben im vergangenen Jahr fünf junge Frauen ihren Abschluss gemacht. Die Anwesenheit von Regierungsvertretern bei der Abschlussfeier zeigt, wie anerkannt diese Ausbildung ist.
Starterpakete zum Abschluss
Die Abschlussfeier fand in der größten methodistischen Kirche in Tamale statt. Hochrangige Vertreter der Kirche und der Regionalregierung brachten ihre Wertschätzung zum Ausdruck und sprachen den Frauen ihre Anerkennung aus. Jede Absolventin erhielt eine Startausrüstung, mit der sie sich selbstständig machen kann: Nähmaschinen für die Schneiderinnen, Öfen und Gasflaschen für die Köchinnen.
Beten und Arbeiten
Tamale liegt in einem mehrheitlich muslimischen Gebiet. Soziales Engagement wird jedoch fast ausschließlich von den Kirchen geleistet. So ist auch die seelsorgerliche Begleitung ein wichtiger Aspekt der Ausbildung. Die Mädchen feiern Gottesdienst in einem provisorischen Schuppen auf dem Schulgelände. Manchmal nehmen sie auch am Abendmahlsgottesdienst in der Hauptkirche teil. Außerdem treffen sie sich am Mittwoch- und Freitagmorgen zum Gebet im Ausbildungszentrum.
So überrascht es nicht, dass alle Absolventinnen des Vorjahres heute erfolgreich selbstständig tätig sind. Und auch die Eltern der neuen Absolventinnen bedankten sich sehr für die Ausbildung ihrer Kinder, die ihnen nun eine Existenzgrundlage bietet.