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4148 | Bildungsprojekt Bóia Fria

Brasilien

Betreuungs- und Bildungseinrichtung für Kinder aus sozial schwachen Familien in Santo Antônio.

Unsere Unterstützung im Jahr 2025: 4.000 Euro  

In Santo Antônio, etwa 400 Kilometer westlich von São Paulo, leben viele Familien in Armut. Die Region war lange von der Landwirtschaft geprägt, doch durch den zunehmenden Einsatz von Maschinen werden Tagelöhner – die sogenannten boias frias – immer weniger gebraucht. Für ihre Kinder bedeutet das nicht nur finanzielle Unsicherheit, sondern auch mangelnde Perspektiven und erschwerte Bildungschancen.

Das Bildungsprojekt Bóia Fria möchte diesen Kindern Hoffnung und Unterstützung geben. Mehr als 130 Mädchen und Jungen im Grundschulalter nehmen hier an einem umfangreichen Förderprogramm teil. Sie bekommen Hilfe bei den Hausaufgaben, können in Kleingruppen schulische Defizite aufarbeiten und werden in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt. Zusätzlich gibt es kreative, sportliche und musische Angebote, die Freude schenken und neue Talente sichtbar machen.

Besonderen Wert legt das Projekt auch auf Gemeinschaft und Vertrauen. Viele der Kinder stammen aus schwierigen familiären Situationen, in denen Zuwendung und feste Strukturen fehlen. Durch die Begleitung von engagierten Mitarbeitenden und Freiwilligen erleben sie, dass sie wichtig sind, dass jemand an sie glaubt und ihnen zuhört. Neben der schulischen Förderung gibt es deshalb auch seelsorgerliche und kirchliche Begleitung – für viele Kinder ein völlig neuer, tragender Halt.

Das Projekt versteht sich als ganzheitliche Unterstützung: Bildung, Freizeit, Glauben und Gemeinschaft greifen ineinander. Kinder sollen nicht nur bessere Chancen in der Schule haben, sondern auch lernen, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, Selbstvertrauen zu entwickeln und neue Perspektiven zu sehen. Auf diese Weise trägt Bóia Fria dazu bei, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und Kindern eine hoffnungsvollere Zukunft zu eröffnen.

Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft Brasiliens hat sich die Aufgabenstellung im Projekt »Bóia Fria« geändert. Tagelöhner in der Landwirtschaft Brasiens werden kaum noch benötigt. Aber vor allem im Bereich der Betreuung und Bildungsförderung für Kinder herrschen große Defizite. So wurde dies zum neuen Schwerpunkt von »Bóia Fria«.

Gut 400 Kilometer westlich von Sao Paulo liegt die Kleinstadt Santo Antonio im brasilianischen Bundesstaat Parana. Die Gegend ist stark von der Landwirtschaft geprägt. Über viele Jahre gab es in St. Antonio eine große Zahl von armen Tagelöhnern, die sich ihren sehr bescheidenen Lebensunterhalt bei der Zuckerrohrernte und anderen harten landwirtschaftlichen Arbeiten erwirtschaften mussten.

Die methodistische Kirche vor Ort hat diese Landarbeiter durch das Projekt »Bóia Fria« vielfältig unterstützt – auch mit Hilfe von Geldern der EmK Weltmission.

Doch inzwischen hat sich Brasilien und die Landwirtschaft dort massiv verändert. Durch die Mechanisierung der Anbau- und Erntemethoden werden heute kaum noch Tagelöhner gebraucht. Gleichzeitig hat der rasante wirtschaftliche Aufschwung in Brasilien auch nach Santo Antonio neue Industrien und damit Arbeitsplätze gebracht.

 

Auf diesen Wandel hat das Projekt vorbildlich reagiert: Nachdem deutlich wurde, dass es immer weniger Tagelöhner gibt, aber vor allem im Bereich der Betreuung und Bildungsförderung für Kinder große Defizite herrschen, wurde das zum neuen Schwerpunkt von »Bóia Fria«.

Da das öffentliche brasilianische Schulsystem Kindern nur ca. vier Stunden Schule pro Tag ermöglicht (die jüngeren Schüler haben vormittags, die älteren nachmittags Unterricht) und nicht besonders gut ist, brauchen viele Kinder Unterstützung, um in der Schule mitzukommen. Genau das bietet »Boia Fria« nun an: Durch Hausaufgabenhilfe und Nachhilfeunterricht, durch »kirchlichen Unterricht« und Sport-, Kreativ- sowie Spielangebote werden die Kinder gefördert und unterstützt.

Beeindruckend sind sowohl die Vielfalt der Angebote wie auch das Engagement und die Liebe, mit der die vielen ehrenamtlichen und angestellten Mitarbeitenden die Kinder umsorgen.

Und neben dem Projektgelände wurde vor ca. 10 Jahren auch eine Gemeinde gegründet, die wächst und die sich stark im Projekt engagiert. Nun unterstützt das Projekt über 130 Kinder aus einfachen bis schwierigen familiären Verhältnissen in ihrer Entwicklung.